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Öffentlicher Sport – Die Darstellung des Sports in Kunst, Medien und Literatur

Produktinformationen »Öffentlicher Sport – Die Darstellung des Sports in Kunst, Medien und Literatur«

Seit einigen Jahren ist in der Theorie der Geschichtswissenschaft eine spannende Diskussion um die Frage entbrannt, ob Geschichte als Ganzes, eher durch das sozialhistorische oder das kulturhistorische Paradigma erfasst werden kann. Einen solchen Diskurs in der Mutterwissenschaft kann die Sportgeschichte nicht ignorieren. Sie hat zu prüfen, welche Bedeutung diese Theoriedebatte für die Bearbeitung ihres Gegenstandfeldes hat. Lassen sich die in der Diskussion geäußerten Folgerungen über Betrachtungsperspektiven, Methodenauswahl und Interpretationsmöglichkeiten ohne weiteres übernehmen? Stellt sich die Auseinandersetzung im Zusammenhang mit dem spezifischen Untersuchungsbereich der Sportgeschichte, nämlich der Rekonstruktion früherer menschlicher Bewegungsformen, vielleicht sogar in einer besonderen Schärfe dar? Auf ihrer Jahrestagung 1998 in Berlin hat die Sektion Sportgeschichte der dvs versucht, einen Rahmen für die Diskussion um Möglichkeiten und Grenzen einer Kulturgeschichte des Sports zu bieten. Die inhaltliche Breite der Beiträge dieses Bandes verdeutlicht, dass sich durch eine „kulturalistische Erweiterung“ wesentliche neue Erkenntnisse über den Sport der Vergangenheit gewinnen lassen. 

Mit Beiträgen von Bernhard Boschert, Jürgen Court, Heike Egger, Nanda Fischer, Norbert Gissel & Silke Flemming, Kurt Graßhoff, Klaus Huhn, Arnd Krüger, Peter Kühnst, Swantje Scharenberg und Bernd Wedemeyer.

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Für die Wahl des Tagungsthemas »Neue Forschung zur Kulturgeschichte des Sports« der dvs-Sektionstagung 2017 in Bochum waren verschiedene Überlegungen maßgebend: Der Forschungsansatz der Neuen Kulturgeschichte ist von zunehmender Bedeutung in der Geschichtswissenschaft und allmählich auch in der sportwissenschaftlich verankerten Sportgeschichte. Kulturgeschichtliche Studien zielen auf die Sinnkonstruktionen und Wirklichkeitsdeutungen, die das Denken und Handeln von Menschen in der Vergangenheit prägten. Bei bestimmten Themen wie Körper, Geschlecht, Ethnizität oder Klasse haben sich solche Ansätze als gewinnbringend herauskristallisiert. Die Tagung will auf diesem Gebiet weitere Impulse geben.    Die thematische Ausrichtung der Tagung fördert die Anschlussfähigkeit der Sportgeschichte an ihre Mutterwissenschaft. Etwa die Hälfte der Bochumer Vorträge stammte erwünschter Maßen aus der Feder von Angehörigen der allgemeinen Geschichtswissenschaft, bei der massiv für die Tagung geworben wurde. Nach der Wiederbelebung der dvs-Sektion Sportgeschichte im Oktober 2015 soll die thematische Ausrichtung der Tagung mit ihrem weiten Feld an relevanten Themenstellungen den erfolgreichen Neustart der Sportgeschichte in der dvs fördern. HerausgeberAndreas Luh ist an der Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum verantwortlich für den Bereich Sportgeschichte und als Fachleiter für die Sportart Badminton. Norbert Gissel ist studierter Historiker und arbeitet als Hochschullehrer im Lehr- und Forschungsbereich Sportpädagogik und Sportdidaktik an der Ruhr-Universität Bochum.

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Regulärer Preis: 25,00 €