Produktinformationen »Prävention und Rehabilitation des Haltungs- und Bewegungsapparates«
Der Berichtsband zum 4. Symposium der dvs-Sektion Biomechanik (3.-5. April 1997 Oldenburg) soll einen Überblick geben über aktuelle Forschungsergebnisse des Themenbereiches Prävention und Rehabilitation des Haltungs- und Bewegungsapparates. Es sind zunächst die Hauptvorträge dargestellt, die aus der Biomechanik und aus den medizinischen und ingenieurswissenschaftlichen Fachdisziplinen aktuelle Erkenntnisse für Prävention und Rehabilitation in den Bereich der Gesundheitsforschung hineintragen sollen. In zahlreichen Kurzbeiträgen werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt, die sich neben diagnostischen Verfahren auch mit verschiedenen therapeutischen Methoden auseinandersetzen. Weitere Akzente biomechanischer Forschung sind auf die Beanspruchung und Anpassung biologischer Strukturen gelegt. Diese Zusammenstellung biomechanischer Forschungsergebnisse spricht den Adressatenkreis einer interdisziplinären Weiterbildung von Medizinern, Biomedizintechnikern, Biomechanikern, Sportmedizinern, Physiotherapeuten und Sportlehrern an.
Fußballtrainer des höheren Leistungsbereichs sehen sich nachweislich vielfältigen Anforderungen ausgesetzt, die Stress verursachen können und bei längerfristig ineffektiver Verarbeitung u.U. zum Burnoutsyndrom führen. Die Dissertation (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2004) versucht theoretisch und empirisch abgestützte Vorschläge zu präsentieren, wie ein primärpräventiv orientiertes Trainingsmanual (Textbuch; Lehrbuch) gestaltet werden sollte, um dem Fußballtrainer selbstständig (also ohne begleitende, kontinuierliche Seminarbesuche) wirksame Burnout-Gegenstrategien zu vermitteln. Die Arbeit geht explizit von einer interdisziplinär-sozialwissenschaftlichen Perspektive aus und bedient sich Erkenntnissen aus Psychologie und Erziehungswissenschaft.
Die ersten acht Kapitel entwerfen schrittweise ein ressourcenbezogenes Burnoutmodell für Fußballtrainer, mit dem die Burnoutentstehung erklärbar ist und das gleichzeitig als Interventionsgrundlage der Fundierung burnoutprotektiver Techniken gilt. Insofern wird neben der Anforderungsstruktur von Fußballtrainern (Kap. 1) inklusive ausgewählter Stresstheorien v.a. auf die Gesundheitsressourcen Stressbewältigung (Kap. 2), Erholung (Kap. 3) und Selbstwirksamkeitserwartung (Kap. 4) detailliert eingegangen. Sie werden hinsichtlich theoretischer Vorstellungen, diagnostischer Optionen und empirischer Resultate vorgestellt. Nach einem ausführlichen, kritischen Überblick zum Burnout-Syndrom (Kap. 5) wird schließlich das o.g. ressourcenbezogene Burnoutmodell in seinen Wechselbeziehungen eingehend erörtert (Kap. 6). Die folgenden Abhandlungen (Kap. 7) stellen die durchgeführten quantitativen und qualitativen Studien zu ausgewählten Aspekten zum Burnoutmodell dar. Besonders die Resultate der Interviewstudie mit Cheftrainern der Profiligen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (n=31) erbringen zentrale Aussagen, um letztlich auf Fußballtrainer abgestimmte Präventionsmethoden (Programmbausteine) vorzuschlagen (Kap. 8).
Die Kapitel 9 bis 15 greifen v.a. andragogische Elemente auf, die im Lehr-Lern-Modell der Burnoutprävention bei Fußballtrainern für das selbstständige Erlernen entsprechender Präventionstechniken als relevant erachtet werden, d.h. die sowohl auf die Lernaktivitäten der Fußballtrainer als auch den didaktischen Umset-zungen im Manual einwirken. Das Kap. 9 geht auf das Lernen Erwachsener näher ein und setzt sich u.a. kritisch mit der oft (zu) pessimistischen Auffassung von Lern-Unmöglichkeiten im fortschreitenden Alter auseinander. Es wird dargelegt, dass Erwachsene bei Beachtung bestimmter Prämissen sehr wohl lernfähig sind. Im darauf folgenden Abschnitt wird das Textverstehen und -verarbeiten thematisiert, das auf Grund des Operierens mit gedruckten Worten im Manual besondere Relevanz erfährt. Auf instruktions- und kognitionspsychologische Befunde gestützt, lassen sich Empfehlungen für verständlichkeitsoptimierte Textgestaltung des Handbuchs ableiten (Kap. 10). Eine differenzierte Erörterung zum Konstrukt Selbstgesteuertes Lernen präsentiert Kapitel 11. Es wird argumentiert, dass völlige Selbststeuerung im Lernen der Fußballtrainer nicht erfolgsversprechend erscheint und stattdessen Elemente von Fremd- und Selbststeuerung zu kombinieren sind. Die Rolle von kybernetischer Pädagogik bzw. programmierter Instruktion wird diesbezüglich näher beleuchtet. Das Kapitel 12 zum Fertigkeitslernen verdeutlicht u.a. letztgenannte Forderung nach gezielten Instruktionsphasen, denen in vielen postulierten Theorien entscheidender Anteil am Lernerfolg zugesprochen wird. Sollen die Trainer wirkungsvolle Prävention betreiben, so müssen sie die gelernten Inhalte und Techniken tatsächlich in ihrem Traineralltag anwenden. Das Kapitel 13 geht aus kognitionspsychologischer und wissenssoziologisch-professionstheoretischer Perspektive der Frage nach, weshalb scheinbar hinreichend gelerntes und beherrschtes Wissen dennoch nicht im Praxisalltag genutzt wird. Beide Positionen lassen mehrere Schlussfolgerungen für Lehr-Lern-Prozesse zu, die für tatsächlich angewandte Burnoutprävention bei Fußballtrainern nutzbar sind. Inwiefern eine einmalig dem Selbstlernen mittels Trainingsmanual vorgeschaltete pädagogische Beratung rsp. Lernberatung lernerleichternd wirken kann, beschreibt Kapitel 14. Im vorletzten Abschnitt (Kap. 15) erfolgt eine Synthese der bisher beschriebenen Konzepte im Lehr-Lern-Modell der Burnoutprävention bei Fußballtrainern. Sie stellt theoretisch gestützt dar, welche Aneignungsaktivitäten der Fußballtrainer in bestimmten Lernphasen jeweils realisieren sollte und inwiefern diese im Manual zu unterstützen sind. Den Abschluss bilden eine Zusammenfassung zentraler Inhalte der Dissertation sowie eine kritische Diskussion.
Der vorliegende Band enthält die Beiträge zur 10. Jahrestagung der Kommission Gesundheit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, die vom 21.- 22. September 2006 in Kassel stattfand. Unter dem Tagungsmotto „Rehabilitation: Zwischen Bewegungstherapie und Behindertensport“ widmete sich die Tagung aktuellen gesundheitspolitischen, bewegungstherapeutischen und behinderungsspezifischen Aspekten. In sechs Arbeitskreisen, einer Podiumsdiskussion und einer tagungsbegleitenden Ausstellung konnten sich 100 Wissenschaftler, Physiotherapeuten, Trainer und Vertreter von Verbänden und Krankenkassen informieren, miteinander diskutieren und neue Erkenntnisse sammeln.Mit dem nun vorliegenden Tagungsband und dessen Beiträgen möchten die Herausgeber allen am Thema interessierten Personen die Möglichkeit geben, die Erkenntnisse und Entwicklung der Jahrestagung nachvollziehen zu können.
HerausgeberManfred Wegner ist Professor für Sportwissenschaft und Florian Pochstein Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Kassel.Klaus Pfeifer ist Professor für Sportwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und Sprecher der dvs-Kommission Gesundheit.
Der Begriff »Dimension« ist traditionell eng mit dem Bewegungslernen im Turnen verknüpft. Die Erschließung der dritten Dimension des Raumes gilt als charakteristisch für turnerisches Sich-Bewegen. Im Bereich des institutionell verankerten Turnens, aber auch im Bereich des informellen Turnens, ergeben sich hieraus spezifische Anforderungen an die Gestaltung von Lernprozessen. Der vorliegende Tagungsband dokumentiert zentrale Beiträge der Jahrestagung der Kommission Gerätturnen der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, welche vom 1. bis 3. September 2014 an der Stiftung Universität Hildesheim stattfand. Zielstellung der Tagung war es, »Dimensionen« des Bewegungslernens im Turnen aus unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlichen Settings zu diskutieren. In diesem Tagungsband finden sich folgelogisch eine breit aufgestellte Reihe von Beiträgen zu den »Dimensionen des Bewegungslernens« aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen.
Herausgeber/inThomas Heinen ist Professor für Sozialwissenschaften des Sports am Institut für Sportwissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen u. a. im Bereich der Perzeption und Kognition bei komplexen turnerischen Bewegungen. Linda Hennig und Damian Jeraj sind ebenfalls am Institut für Sportwissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim tätig und beschäftigen sich u. a. mit Fragen zur Fehlerwahrnehmung und -korrektur sowie zu Lernprozessen im Turnen.
Das vorliegende Buch widmet sich der Frage, welche historische Bedeutung der "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn eigentlich hatte und auf welche Gedankenkonstrukte er zurückgreifen konnte. Der Autor zeigt auf, welchen Einfluss die Philanthropen um GutsMuths auf Jahn und seine Arbeiten hatten. Wer waren diese Philanthropen, wie lauteten ihre Ziele und auf welche Vordenker konnten sie ihrerseits zurückgreifen? Diesen Fragen wird einleitend nachgegangen und ein Einblick in die Praxis und die Weiterentwicklung der philanthropischen Leibesübungen gewährt. Der zweite Teil des Buches ist dem Leben und Wirken Friedrich Ludwig Jahns und der frühen Turnbewegung gewidmet. Die Frage, ob es einen Einfluss der Philanthropen auf Jahns Turnbewegung gab, wird abschließend anhand des literarischen Vergleichs zwischen GutsMuths "Gymnastik" und der "Turnkunst" von Jahn angegangen. Für diesen Vergleich werden die Aspekte Systematische Einteilung der Übungen, Errichtung eines Turnplatzes, Ziele der Gymnastik/des Turnens und die Lehrerrolle eingehender betrachtet.
Regulärer Preis:
12,00 €
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