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Verletzungsmanagement im Spitzensport

Produktinformationen »Verletzungsmanagement im Spitzensport«

Schmerzen, Beschwerden und Verletzungen sind ein alltägliches Phänomen im Spitzensport. Bislang ist allerdings nur wenig darüber bekannt, wie Spitzenathleten, Trainer und das medizinische Betreuungspersonal mit auftretenden Schmerzen und Verletzungen, latent vorhandenen Verletzungsgefahren und drohenden Spät- und Folgeschäden umgehen. Es gibt jedoch zahlreiche Hinweise auf höchst problematische Umgangsweisen, die einer Entstehung chronischer Verletzungsverläufe Vorschub leisten, Verletzungsserien provozieren oder gesundheitliche Langzeitschäden zur Folge haben können. Dies zeigt sich zum Beispiel, wenn nach einer Verletzung wieder zu früh mit dem Training begonnen wird, Athleten trotz akuter Beschwerden an Wettkämpfen teilnehmen oder Schmerzmittel zur Aufrechterhaltung des Wettkampfbetriebs eingesetzt werden.
Die vorliegende Arbeit setzt sich aus soziologischer Perspektive mit den Möglichkeiten und Grenzen eines systemischen Verletzungsmanagements im Spitzensport auseinander. Neben der Analyse psychosozialer Bedingungen des Umgangs mit Schmerzen und Verletzungen steht dabei die Frage nach typischen verletzungsbezogenen Entscheidungsmechanismen in spitzensportlichen Karriereverläufen im Mittelpunkt.

Autor
Jochen Mayer, Jahrgang 1977, studierte Sportwissenschaft und Geografie in Tübingen. Als studentischer Mitarbeiter in der Abteilung Sportmedizin der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen sammelte er von 1999 bis 2004 bereits während seines Studiums Erfahrungen in biomechanisch-orthopädischen und sporttherapeutischen Forschungsprojekten. Eine intensive Auseinandersetzung mit Verletzungsmustern der unteren Extremität erfolgte im Zuge der Durchführung von Gang- und Laufanalysen zur sportorthopädisch-biomechanischen Funktionsdiagnostik bei Patienten der sportmedizinischen Ambulanz.
Seit 2005 ist er am Institut für Sportwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen im Arbeitsbereich Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports unter der Leitung von Prof. Thiel tätig. Bis 2007 arbeitete er zunächst als Akademischer Mitarbeiter im vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) geförderten Forschungsprojekt „Gesundheitsmanagement im Spitzensport“ unter der Leitung der Professoren Thiel und Digel. Anschließend war er als wissen-schaftlicher Assistent von Prof. Thiel beschäftigt und promovierte 2009 zum Thema „Verletzungsmanagement im Spitzensport“.
Jochen Mayer ist seit Oktober 2009 Akademischer Rat am Institut für Sportwissenschaft Tübingen und dabei u. a. verantwortlich für die Koordination des BISp-Projekts „GOAL: Individuelles Gesundheitsmanagement im Nachwuchs-leistungssport“ und die Bachelor und Master Studiengänge Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Gesundheitsförderung. In der Lehre bietet er Seminare zum Ge-sundheitsmanagement, Sportmanagement und zur wissenschaftlichen Projektarbeit an, die durch Veranstaltungen aus der Theorie und Praxis der Sportarten ergänzt werden. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Soziologie und Sozialpsychologie von Gesundheit und Verletzung im (Spitzen-)Sport. Darüber hinaus beschäftigt er sich u. a. mit Fragen des Managements von Sportorganisationen.

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