Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Vom Wollen und Handeln

Produktinformationen »Vom Wollen und Handeln«

Einer beabsichtigten Veränderung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen stehen vielfältige Hindernisse im Wege, konkurrieren diese Verhaltensweisen doch oftmals mit impliziten Bedürfnissen, Vorlieben und Gewohnheiten. Für das Überwinden solcher inneren Widerstände sind Willensprozesse von großer Bedeutung.
Ausgehend von der Theorie der willentlichen Handlungssteuerung von Julius Kuhl wurden im Rahmen der Forschungsarbeit zwei Messinstrumente entwickelt und überprüft, welche willentliche Prozesse der Handlungssteuerung verhaltensbezogen (sportliche Aktivität und Ernährung) erfassen. Des Weiteren wird die Relevanz einer effektiven Selbststeuerung für das Gesundheitsverhalten sowie für Verhaltensänderungen herausgearbeitet. Zusammenhänge mit den Konstrukten Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit sowie mit Merkmalen des Aktivitäts- und Ernährungsverhaltens belegen zum einen die Validität des Selbststeue-rungskonstruktes bzw. der Erhebungsinstrumente. Zum anderen verdeutlichen die Befunde die Relevanz einer effektiven Selbststeuerung für die Ausführung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen. Mittels der Instrumente lassen sich Defizite in der individuellen Selbststeuerung aufzeigen und an diesen könnte eine gezielte Förderung der Selbststeuerung ansetzen. Eine optimierte Selbststeuerung könnte gesundheitsprotektives Verhalten unterstützen.

Autorin
Christina Niermann (1978) ist seit Januar 2011 als akademische Mitarbeiterin im Fachbereich Sportwissenschaft an der Universität Konstanz tätig. Dort befasst sie sich im Rahmen des Forschungsprojektes „EATMOTIVE“ aus gesundheitspsychologischer Perspektive mit dem Einfluss des familiären Kontextes auf das Aktivitäts- und Ernährungsverhalten unter besonderer Berücksichtigung volitionaler und motivationaler Prozesse.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Produktgalerie überspringen

Ebenfalls interessante Artikel

Eine Interventionsstudie zum Thema Gesundheit im Sportunterricht
Eine Interventionsstudie zum Thema Gesundheit im Sportunterricht

Die Interventionsstudie zum Thema Gesundheit fokussiert zwei Phänomene: (1) Das didaktische Lehrkrafthandeln ist wichtiger Einflussfaktor für Schüler/innenlernen. (2) Aus der Schulforschung ist bekannt, dass Top-Down-Maßnahmen häufig nicht nachhaltig wirksam sind. Daher ist Ziel der Studie, didaktisches Lehrkrafthandeln mittels partizipativem Interventionsansatz im Sinne des sportdidaktischen Anspruchs zu verändern und so die sportbezogene Gesundheitskompetenz der Schüler/innen zu verbessern.Die einjährige Intervention bestand aus einer kooperativen Planung, bei der verschiedene Stakeholder (u. a. Sportlehrkräfte, Schüler/innen, Wissenschaftler/innen) Gesundheitsmaßnahmen für den Sportunterricht konzipierten und umsetzten. Die Evaluation verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz. Planungsprotokolle sowie Interviews und Videobeobachtungen von acht Lehrkräften (Pre-Post-Test-Design) wurden qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet, während die sportbezogene Gesundheitskompetenz der Schüler/innen (n = 233) mit standardisiertem Fragebogen in einem Pre-Post-Test-Design quantitativ erfasst wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass diejenigen Schüler/innen hinsichtlich der sportbezogenen Gesundheitskompetenz am meisten profitieren, die auf der einen Seite Lehrkräfte haben, die in der Lage sind, im Sportunterricht kompetenzorientierte Lehr-Lern-Situationen zu arrangieren und ein ganzheitliches, salutogenetisches und integratives Gesundheitsverständnis aufweisen und auf der anderen Seite eine Schule besuchen, in der ein partizipativer Planungsprozess aufgrund von Rahmenbedingungen umsetzbar ist.Die Ergebnisse bestätigen damit bisherige Befunde zur Bedeutung der Lehrkraftrolle für das Schüler/innenlernen und zeigen das Potential partizipativer Ansätze im Schulsetting.AutorinKatharina Ptack (geb. 1989) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl »Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports« der Universität Bayreuth. Neben der Lehre zu sportpädagogischen und gesundheitswissenschaftlichen Themen beschäftigt sie sich in diesem Rahmen v. a. mit empirischer Schulsportforschung mit dem Schwerpunkt auf dem Thema Gesundheit.

Regulärer Preis: 32,50 €
Nonverbal Behaviour and Person Perception in (Team)Sports
Nonverbal Behaviour and Person Perception in (Team)Sports

Inwieweit wirkt sich Körpersprache bzw. nonverbales Verhalten (NVV) auf interpersonaler Ebene im Sportkontext aus? – Dieser Frage wird in dieser Arbeit nachgegangen. Dabei liegt der Fokus auf der Untersuchung des Einflusses von NVV (Dominanz und Unterwürfigkeit) auf die Erfolgszuversicht und die objektive Leistung von Mitspielerinnen und Mitspielern und Gegenspielerinnen und Gegenspielern sowohl im Labor als auch im Feld.Zur Beantwortung der Fragestellung wurde zunächst mit einer explorativen Fragebogenstudie die Relevanz von NVV im Mannschaftssport erhoben. In den anschließenden Hauptstudien wurde in einer dreiteiligen und einer zweiteiligen experimentellen Laborstudie die Bedeutung von NVV erfasst, wenn neben NVV weitere leistungsbezogene Informationen zur Verfügung stehen. Dabei zeigte sich, dass der Einfluss von NVV unabhängig von der Hinzunahme weiterer leistungsbezogener Informationen sehr groß bleibt. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurde erstmalig in der Forschung mittels einer experimentellen Feldstudie, in welcher im Rahmen eines Elfmeterschießens das NVV der Torhüter manipuliert wurde, getestet, ob sich die hohe interpersonale Bedeutung von NVV auch in einem realen Setting bestätigen lässt. Entsprechend bisheriger Forschung ließ sich dabei der Einfluss von NVV auf die subjektive Einschätzung der Fähigkeit der Torhüter durch die Schützen nachweisen, allerdings nicht der Einfluss auf die objektive Leistung der Schützen.Mit den durchgeführten Studien leistet diese Arbeit damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Auswirkungen von NVV im Sportkontext. AutorinDr. Kirstin Seiler (1989) ist seit 2015 als Assistentin am Institut für Sportwissenschaft der Universität Bern im Bereich der Sportpsychologie tätig. Zuvor studierte sie von 2009-2014 Psychologie an der Universität Heidelberg mit den Schwerpunkten Organisationsverhalten und Adaptive Kognition (Masterstudium). Ihre Forschungsschwerpunkte sind nonverbales Verhalten und persönliche Wahrnehmung. In der Lehre arbeitet sie im Bereich der Gruppenkognition und der angewandten Sportpsychologie.

Regulärer Preis: 15,00 €
Screeningverfahren in der Bewegungsförderung
Screeningverfahren in der Bewegungsförderung

Eine motorische Entwicklungsstörung sollte möglichst früh entdeckt und behandelt werden um langfristige negative Folgen für das Kind zu vermeiden. Das hier vorgestellte Screening TUG 4-6 kann schnell und einfach Aussagen über die Mobilität von Kindern zwischen vier und sechs Jahren machen. Es basiert auf der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Gesundheit und Behinderung der Weltgesundheitsorganisation und ermöglicht so die Kommunikation in einer gemeinsamen Sprache zwischen Erziehern/Lehrern, Übungsleitern, Kinderärzten, Therapeuten und Sportwissenschaftlern. Der TUG 4-6 wurde anhand von etwa 600 Kindern validiert und verfügt in hohem Maße über die für Testverfahren geforderten Haupt- und Nebengütekriterien und über die speziell für Screenings geforderte diagnostische Güte und hohe Ökonomie. AutorinAndrea Dincher (1978) ist seit April 2019 als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Sportwissenschaftlichen Institut (SWI) der Universität des Saarlandes tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Entwicklung der Motorik und deren Förderung in der frühen Kindheit sowie in der Bewegungstherapie bei neurologischen Erkrankungen.

Regulärer Preis: 30,00 €
Wie Jugendliche mit psychischen Störungen Sport erleben
Wie Jugendliche mit psychischen Störungen Sport erleben

Die Untersuchung beschäftigt sich mit der subjektiven Perspektive Jugendlicher mit einer attestierten psychischen Störung und folgt dem Ziel, ihr Erleben von Sport zu rekonstruieren. Ausgehend der Annahme, dass Sport im Leben dieser besonderen Gruppe eine different bedeutungsaufgeladene Rolle spielt – u. a. als Schulfach, als juveniler Lebensstil, als gesellschaftlicher Leitwert oder auch als Medium der Therapie – werden ihre Erfahrungen, Einstellungen und Sinngebungen des Sports beleuchtet. In der qualitativ angelegten Studie wird dem Phänomen »psychische Störungen« ein sozialkonstruktivistisches Gegenstandsverständnis zugrunde gelegt. Vierzehn Jugendliche, die sich in einer rehabilitativen Einrichtung für psychische Störungen befinden, werden mittels qualitativer Leitfadeninterviews befragt. Von den Befragten kommunizierte Herausforderungs- und Problemsituationen werden dabei hinsichtlich konstitutiver bzw. normativer Bedingungen des Sports analysiert. Dadurch werden, über das besondere Erleben der Befragten hinaus, auch die vielfältigen psychosozialen Voraussetzungen sichtbar, die der Sport an seine Akteure stellt – wie beispielsweise Körperexponierungen und -berührungen, Anstrengungsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit oder Umgang mit expressiver Emotionalität. AutorinNicola Böhlke (1982) ist als Post-Doc-Mitarbeiterin am Institut für Sportwissenschaft und Bewegungspädagogik der Technischen Universität Braunschweig beschäftigt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Diversität im (Schul-)Sport, Sport und Geschlecht, Psychomotorik, Schüler/innenperspektive im Sportunterricht sowie Qualitative Forschungsmethoden. In der Lehre ist Nicola Böhlke sowohl in der Theorie der Sportpädagogik als auch in der Theorie und Praxis verschiedener Lern- und Erfahrungsfelder des Sports (u. a. Schwimmen, Tauchen, Wasserspringen) tätig.

Regulärer Preis: 22,50 €