Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Geschlecht und bewegungsbezogene Bildung(sforschung)

Produktinformationen »Geschlecht und bewegungsbezogene Bildung(sforschung)«

Bewegung, Spiel und Sport in Bildungskontexten wohnen aufgrund der ihnen eigenen Allgegenwärtigkeit des Körperlichen spezifische Chancen zur Entwicklung von Geschlechtsidentitäten inne. Ein geschlechtersensibler Sportunterricht bietet die Möglichkeit, alltägliche Praxen sensibel zu reflektieren und die genannten Potentiale zu nutzen. Ein solcher Unterricht lässt die Schülerinnen und Schülern die Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur als gesellschaftlich gewordenes, mit spezifischem Sinn und Bedeutungen belegtes und sich potentiell weiterentwickelndes Phänomen erkennen.

Bewegungsbezogene Bildung bedeutet in diesem Sinne ganz wesentlich das Erfahren eigenen Sich-Bewegens, das Eingebunden-Sein in das gesellschaftlich Gewordene, aber potentiell auch die Erfahrung des darin Fremdwerdens, des Überschreitens bewegungskultureller Vorentwürfe und des Entwerfens, Explorierens und Aneignens individueller Bewegungspraxen. Für den Umgang mit Geschlecht bedeutet das, dass die in weiten Teilen zweigeschlechtlich konzipierte Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur als etwas Veränderbares erkannt und zur Disposition gestellt wird. Kinder und Jugendliche sollen insofern Mündigkeit erlangen, als sie sich gegenüber den tradierten kulturellen Mustern individuell positionieren.

Im Anschluss an diese Überlegungen widmen sich die in diesem Band versammelten Beiträge der Bedeutung bewegungsbezogener Bildung im Hinblick auf Fragen des Geschlechterdiskurses. Eine besondere Berücksichtigung finden dabei Beiträge, die empirische Ansätze und Ergebnisse im Themenfeld präsentieren und/oder hinterfragen.

Herausgeber/in
Prof. Dr. Ingrid Bähr, Prof. Dr. Claus Krieger, Dr. Jan Erhorn und Jonas Wibowo sind Mitglieder des Arbeitsbereiches Bewegung, Spiel und Sport im Fachbereich Didaktik der sprachlichen und ästhetischen Fächer der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft an der Universität Hamburg.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Produktgalerie überspringen

Ebenfalls interessante Artikel

Gelebte Sportpädagogik
Gelebte Sportpädagogik

In diesem Band aus der Schriftenreihe »Gelebte Sportwissenschaft« werden sportpädagogische Persönlichkeiten im Porträt präsentiert. Unsere »Gelebte Sportpädagogik« soll zeigen, wer zur Entwicklung dieser Teildisziplin in besonderer Weise beigetragen hat. Statt wissenschaftlich unseriösem Personenkult und oberflächlicher Erinnerungskultur werden hier 24 Persönlichkeiten aus den vergangenen fünf Jahrzehnten von einschlägigen Autor*innen vorgestellt und thematisch gewürdigt. Auf diese Weise soll ein profiliertes Bild der Sportpädagogik lebendig bleiben. HerausgeberProf. Dr. Eckart Balz ist Hochschullehrer am Institut für Sportwissenschaft der Bergischen Universität Wuppertal und leitet den Arbeitsbereich Sportpädagogik; seine Arbeitsschwerpunkte sind Planungsdidaktik (u. a. Mehrperspektivität), Schulsportforschung (in Differenzstudien) und Sportentwicklung (z. B. Vier-Felder-Modell).Prof. Dr. Detlef Kuhlmann war bis März 2023 Hochschullehrer am Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover und hat dort den Arbeitsbereich Sport und Erziehung (Sportpädagogik) geleitet. Er war u. a. von 2014 bis 2023 Vorsitzender des Fakultätentag Sportwissenschaft, dem Zusammenschluss der sportwissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland.

Regulärer Preis: 25,00 €
Sportpädagogik im Spannungsfeld gesellschaftlicher Erwartungen, wissenschaftlicher Ansprüche und empirischer Befunde
Sportpädagogik im Spannungsfeld gesellschaftlicher Erwartungen, wissenschaftlicher Ansprüche und empirischer Befunde

Die hohen gesellschaftlichen Erwartungen an den Sport stehen in Widerspruch zu den bisher existierenden empirischen Befunden. Ebenso wie teilweise unkritische Wirkungszusagen seitens des organisierten Sports häufig einer empirischen Basis entbehren. In diesem Spannungsfeld zwischen Erwartungen, Anspüchen und wissenschaftlich belegter Realität ist die Sportpädagogik gefordert, Position zu beziehen. Im Rahmen der Jahrestagung 2007 der dvs-Sektion Sportpädagogik in Augsburg wurden die daraus resultierenden Erfordernisse diskutiert und eine aktuelle Standortbestimmung vorgenommen. Die Inhalte des vorliegenden Bandes greifen dabei die Facetten des oben dargestellten Spannungsfeldes auf. Abgebildet wird zum einen ein kritischer Blick auf die Ansprüche gegenüber den Leistungen des organisierten Sports. Zum anderen dokumentieren die Texte den Stand aktueller empirischer Befunde sowie neue Ansätze in der sportpädagogischen Forschung und leisten damit einen wichtigen Beitrag, um das Profil der Sportpädagogik weiter zu schärfen. Herausgeber/inVerena Oesterhelt, Jürgen Hofmann, Maren Schimanski und Martin Scholz sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft der Universität Augsburg.Helmut Altenberger ist Professor für Sportpädagogik sowie Direktor des Instituts für Sportwissenschaft an der Universität Augsburg.

Regulärer Preis: 30,00 €
Ungewissheit – Sportpädagogische Felder im Wandel
Ungewissheit – Sportpädagogische Felder im Wandel

Sportpädagogische Forschung hat in den letzten Jahren zweifellos eine dynamische Entwicklung genommen. Die Hildesheimer Tagung 2009 bot unter dem Thema „Ungewissheit – Sportpädagogische Felder im Wandel“ die Gelegenheit für eine angemessene Reflexion auf einen zentralen unsichtbaren Begleiter dieser Fortschrittsdynamik. Die hier versammelten Beiträge zeigen: Ungewissheit ist für die Sportpädagogik keineswegs von rein theoretischer Relevanz, sondern gerade auch in praktischer und empirischer Hinsicht konstitutiv.Peter Frei ist Professor für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sportpädagogik und Leiter des Instituts für Sportwissenschaft und Sportpädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim. Swen Körner ist Professor für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt „Sportsoziologie/Sportpädagogik“ am Institut für Sportwissenschaft und Sportpädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim. HerausgeberPeter Frei ist Professor für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sportpädagogik und Leiter des Instituts für Sportwissenschaft und Sportpädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim. Swen Körner ist Professor für Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt „Sportsoziologie/Sportpädagogik“ am Institut für Sportwissenschaft und Sportpädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim.

Regulärer Preis: 35,00 €
Wir und die Anderen. Differenzkonstruktionen in Sport und Schulsport
Wir und die Anderen. Differenzkonstruktionen in Sport und Schulsport

In diesem Band werden die Konstellation »Wir und die Anderen« sowie ihre institutionellen und interaktiven De- und Rekonstruktionsweisen in zentralen Feldern des Sports mit sozialwissenschaftlichen Methoden der Geschlechter- und Diversitätsforschung analysiert. Die hier zusammengeführten Beiträge der Jahrestagung 2020 der dvs-Kommission »Geschlechter- und Diversitätsforschung« geben vertiefte Einblicke in Differenzkonstruktionen in Sportwissenschaft – vor allem bezogen auf die sportbezogene Diversitätsforschung über Migrationsgesellschaften – und Leistungssport. Die vielfältigen Analysen von Differenzordnungen im Schulsport und Sport zeigen, dass Geschlechtszugehörigkeit nicht als einziger Marker für die Herstellung von Differenz dient. In den präsentierten Studien zu Verkörperten Differenzen in der Fitnesskultur stehen Ein- und Ausschlüsse in der Fitnesskultur durch die Konstruktion der Konstellation „Wir und die Anderen“ im Fokus. Geschlechtliche Vielfalt im Sport schließlich wird unter der Perspektive der sportbezogenen Geschlechter- und Diversitätsforschung theoretisch eingeordnet und in verschiedenen Settings (Sportorganisationen/Schulsport) analysiert. Der Band schließt mit Rezensionen zur Thematik Geschlechtliche Vielfalt im Sport. HerausgeberinnenGabriele Sobiech ist Professorin an der Pädagogischen Hochschule Freiburg mit dem Schwerpunkt »Soziologie des Körpers und des Sports«, übt seit 2015 das Amt als zentrale Gleichstellungsbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule aus und war von 2008 bis 2016 Sprecherin der dvs-Kommission Geschlechterforschung.Elke Gramespacher ist Professorin an der Pädagogischen Hochschule FHNW (Schweiz), leitet die Professur Bewegungsförderung und Sportdidaktik im Kindesalter am Institut Kindergarten-/Unterstufe und war von 2016 bis 2020 Sprecherin der dvs-Kommission »Geschlechter- und Diversitätsforschung«.

Regulärer Preis: 20,00 €