Der vorliegende Band dokumentiert die Ergebnisse der gemeinsamen Tagung der dvs-Sektionen Sportgeschichte und Sportsoziologie und des Akademischen Fußballteams der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Auf der Tagung, die im Herbst 2004 in Münster stattfand, erfolgte eine Zusammenschau der deutschsprachigen historischen und soziologischen Forschung zum Thema Fußball durch Vorträge von insgesamt 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. In den historischen Beträgen wurden Wettbewerbe thematisiert wie die Fußball-Weltmeisterschaft 1954, die olympischen Fußballturniere von 1896 bis 1912 und die Fußball-Europameisterschaft 1988. So unterschiedliche Themen wie ein Vergleich von Fußball-Fangruppen oder der Organisationsaufbau des Fußballs in Ostdeutschland und in Westdeutschland wurden historisch-soziologisch behandelt. Die auf den Fußballsport bezogenen soziologischen Vorträge befassten sich mit wirtschaftlichen Aspekten des Fußballs in Deutschland und England, mit dem Mädchenfußball, der Kommunikation im Amateurfußball, mit Alt-Herren-Fußball, der Ehrenamtlichkeit im Fußballsport und dem Prozess der Zivilisation im Fußball. Weitere soziologische Vorträge thematisierten insbesondere die integrative Bedeutung der Vereine, die Kultur von Sportvereinen, die Bedingungen sozialen Engagements von Mädchen und Jungen in Sportvereinen, die Sozialkompetenz des Trainerhandelns, die Verbundsysteme der Nachwuchsförderung und die Auswirkungen der Globalisierung auf die nationalen Sportverbände. HerausgeberMichael Krüger ist Professor für Sportpädagogik und Sportgeschichte am Institut für Sportwissenschaft und Bernd Schulze ist Privatdozent am Institut für Sportkultur und Weiterbildung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Der vorliegende Band versammelt aktuelle sportwissenschaftliche und sportmedizinische Beiträge aus den Internationalen Triathlon-Symposien 2004 und 2005. 2004 fand im Rahmen der 20. Deutschen Triathlon-Meisterschaft der Ärzte und Apotheker das 19. Triathlon-Symposium in Bad Endorf statt. Neben der Weltstandsanalyse im Triathlon (Pfützner, Moeller & Knoll) werden Beiträge mit internistischen und orthopädischen Schwerpunkten veröffentlicht, so z.B. zur Laktatpufferung bei intensiven Belastungen (Neumann & Diefenbach), zur Entwicklung körperbaulicher Merkmale von Leistungstriathleten (Fröhner & Wagner) oder zur Validität von respiratorisch ermittelten Leistungsschwellen (Lorenz, Fritsch & Jeschke). Das 20. Triathlon-Symposium im Jubiläumsjahr des Triathlonvereins Deutscher Ärzte und Apotheker (gegr. 1985) zog über 80 Teilnehmer nach Bad Buchau. Drei Beiträge des Symposiums (Neumann: Kohlenhydrat- und Proteinaufnahme im Triathlon, Rentschler: Schwimmen im Triathlon; Weber: Kaderkarrieren im Triathlon) wurden in diesen Band aufgenommen.
Die Kommission Leichtathletik der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft hat sich nach einer Folge von Symposien zur Speziellen Didaktik der Leichtathletik entschieden, im Jahr 2002 eine Tagung zum Thema „Leichtathletik als Gegenstand sportwissenschaftlicher Forschung“ durchzuführen. Eine Vielzahl der auf dieser Tagung vorgestellten Vorträge widmete sich Fragen des Leichtathletiktrainings in den verschiedenen Disziplingruppen der Sportart (Sprint/Hürden; Sprung; Wurf/Stoß; Lauf/Gehen), aber es wurden auch disziplinübergreifende Themen mit verschiedenen fachwissenschaftlichen Zugängen behandelt. Der vorliegende Band enthält die Vorträge des Symposiums sowie weitere Arbeiten zur Speziellen Trainingswissenschaft Leichtathletik. HerausgeberKarlheinz Wohlgefahrt ist Lehrkraft für Leichtathletik und Sven Michel ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Trainingswissenschaften/Theorie und Methodik der Sportarten am Institut für Sportwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Können und Wissen – ein Evergreen der sportwissenschaftlichen Diskussion wird erneut zu einem aktuellen Brennpunktthema. Angeregt durch die Vielzahl an Umstrukturierungen in den Universitäten und die damit zusammenhängenden Neuerungen in den strukturellen Rahmenbedingungen sowie der inhaltlichen Gestaltung der turnerischen Ausbildung wurden auf der dritten Jahrestagung der dvs-Kommission Gerätturnen anstehende Fragen aufgeworfen und gemeinsam mit Vertretern aus der Schweiz und aus Japan diskutiert. Der vorliegende Band dokumentiert die Beiträge der Tagung, die im September 2004 an der Deutschen Sporthochschule Köln stattfand und enthält ebenfalls weitere Ausführungen zum Verhältnis von Theorie und Praxis im Studium des Gerätturnens. Die Beiträge decken nicht nur auf struktureller Ebene ein breites Feld an Fragen zur turnerischen Ausbildung ab, sondern zeigen grundlegende Diskussionslinien zur Beziehung von Können und Wissen auf. HerausgeberinDie Herausgeberin, Dr. Monika Roscher, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Sportwissenschaft und Motologie der Philipps-Universität Marburg.
Der Berichtsband vom 30. Hochschulsymposium des Deutschen Volleyball-Verbandes 2004 in Saarbrücken enthält 11 Beiträge, die sich auf die inhaltlichen Schwerpunkte "Diagnostik im Volleyball" (mit Beiträgen von Schimanski u.a., Salimi & Lames, Augste u.a., Raab & Fröhner sowie Wichmann, Seidel & Hohmann) und "Medzinische Aspekte des Volleyballs" (mit Beiträgen von Rebel und Grigereit) sowie auf "Aktuelles vom Beachvolleyball" (mit Beiträgen von Link & Lames, Vetter und Vetter & Voigt) beziehen. Ein Rückblick von Christmann zu "30 Jahre DVV-Symposium" vervollständigt das Themenspektrum des Bandes, dass u.a. die Entwicklung und Anwendung von Ausdauer- und Sprungkrafttests, eine Analyse über Zuspielerentscheidungen, die Trainingsdokumentation und Wettkampfanalyse, die Antizipationsfähigkeit von Nachwuchsvolleyballerinnen, Kreuzbandverletzungen im Volleyball, das Aufwärmen im Volleyball, Internet-Training, Ressourcentheoretische Überlegungen bei der Bewegungsregulation sowie Kraft-Zeitverläufe auf Sand im Beachvolleyball umfasst.
Regelmäßig mehr als 60 Arbeitsstunden in der Woche als Geschäftsführer und Portfoliomanager, ein Familienleben nicht nur als Wunschvorstellung und trotzdem einen Ironman finishen? Falsche Frage: Das eine funktioniert nicht trotz des anderen, sondern genau deswegen. Das eine profitiert vom anderen und schafft so mehr Qualität in allen Bereichen. Diese Erkenntnis entwickelt Thomas Bossert aus seinem Weg zum Ironman. Er erzählt von seinem Weg zum Triathlon und dem Spagat zwischen Arbeit, Familie und Sport. Damit beschreibt er gleichzeitig einen Weg zur Work-Life-Balance, der auch anderen zeitlich stark eingebundenen Menschen offensteht. Er motiviert und zeigt, was man auf diesem Weg erleben kann. Dazu liefert er den erforderlichen trainingswissenschaftlichen Hintergrund, um aus einem vollen Terminplan die erforderliche Leistungsfähigkeit für 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen zu ziehen. Abgerundet wird dieser Aspekt durch eine Vielzahl von praxiserprobten Tipps für alle, die dem sportlichen und gesundheitlichen Aspekt in ihrem Leben mehr Aufmerksamkeit widmen wollen.Der Autor kommt aus dem Karatesport. Auf den ersten Blick haben Karate und Triathlon nicht viel gemeinsam. Hier die traditionellen Riten und Formen der alten asiatischen Kampfkünste, dort der Fun der exotischen Extremsportler. Hier traditionelle Baumwollbekleidung, dort bunte High-Tech-Bekleidung mit futuristischen Rennmaschinen. Aber man darf sich nicht täuschen lassen: Gerade im Triathlon liegt deutlich mehr unter der blendenden Oberfläche verborgen, als man gemeinhin wahrnimmt. Triathlon ist so viel mehr Kopf denn Beine, so viel mehr Meditation denn Wettkampf, ist so viel mehr Kampf gegen sich selbst denn Kampf gegen die Uhr, so viel mehr Selbsterkenntnis denn Urkunden und Medaillen. Dieses Buch schlägt eine Brücke zwischen den beiden Sportarten. Viele Triathleten haben längst erkannt, dass der mentale Aspekt ein wichtiger Bestandteil ihres Sports und kein esoterischer Firlefanz ist. Und für den Kampfsportler ist es ein Beispiel, wie man Zen und Do, den Weg, auch in westlichen Sportarten beschreiten kann. Es zeigt außerdem, dass es einige Prinzipien gibt, die man von einem Lebensbereich erfolgreich auf einen anderen übertragen kann. Grundsätze aus dem Budo funktionieren auch beim Triathlon, Prinzipien aus dem Langstreckentraining helfen im Beruf und Konzepte aus dem Portfoliomanagement lassen sich auf die ganze Lebensgestaltung ausweiten.
Im Turnen begegnen wir einer Fülle an Formen. Nicht zuletzt deswegen wird bei der Konzeption von Grundmodellen in der Methodik des Lernens und Lehrens häufig auf Erfahrungen im Turnen zurückgegriffen. Somit besteht der Ansporn, die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben. Die Ergebnisse aus der Forschung gilt es dann, im Diskurs zu hinterfragen und sie an der Analyse von Lernprozessen sowie der Praxis des Lehrens von turnerischen Formen und Gestaltungsprozessen zu überprüfen. Dieser Band enthält neben der Dokumentation der Vorträge der 2. Tagung der dvs-Kommission Gerätturnen (2002 im Sportzentrum Kienbaum) auch weitere Beiträge zum Thema, die sich auf die Beziehung zwischen Lernen und Lehren konzentrieren. Die Perspektiven, unter denen jene Verbindung untersucht wird, sind von einer außerordentlichen Vielfalt geprägt.
Der Band 16 der Schriftenreihe der "Arbeitsgemeinschaft Schneesport an Hochschulen" (ASH) steht in der Tradition der in den ASH-Seminaren gepflegten Vielfalt der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Schneesport und bietet ein breites thematisches Spektrum, wobei sich jedoch ein Großteil der Beiträge direkt bzw. indirekt mit dem Thema Bewegungslernen befasst. Die dazu bearbeiteten Fragestellungen beziehen sich auf die Problematik der Bewegungsanalyse beim Snowboarden (Burger & Findeisen) sowie auf den Prozess des Bewegungslernens, der aus transfer- und wahrnehmungstheoretischer sowie kognitiver Position betrachtet wird (Scherer, Schiebl, Spitzenpfeil & Hartmann). Zwei weitere Beiträge beziehen sich auf trainingswissenschaftlich-physiologische (Vater et al.) sowie gesundheitlich orientierte Themen (Meyer).
Skifahren und Snowboarden sind die großen Wintersportarten und haben für Kinder eine besondere Anziehungskraft. Dass die Wahl zwischen dem Erlernen von Ski- oder Snowboardfahren keine Frage des "entweder oder" ist, zeigt dieses Buch. Kinder wollen neue Bewegungen ausprobieren, neue Sportarten lernen und ihre Fertigkeiten verbessern.Dieses Buch zeigt, dass sich Skifahren und Snowboarden ergänzen und für perfekten Lernerfolg kombinieren lassen. Vorbereitende Übungen auf Inline-Skates, dem Skate- oder Kickboard oder auf Schlittschuhen erweitern optimal den spielerischen Lernweg.Die Autoren schließen mit diesem Buch die Lücke zwischen der Methodik des Skifahrens und des Snowboardens. Eltern, Übungsleitern und Lehrern wird die Möglichkeit gegeben, ihren Kindern umfassendes Können zu vermitteln und dabei trotzdem jede der Sportarten zu vertiefen. Darüber hinaus gibt dieses Buch viele praktische Hinweise, um Wintersportreisen mit der Familie oder Schulklassen vorzubereiten und schließlich auf der Piste praktisch umzusetzen. Andreas Hebbel-Seeger, promovierter Sportwissenschaftler, arbeitet an der Universität Hamburg in den Fachgebieten Bewegungslehre und Sportpädagogik. Er hat zu verschiedenen Themen der Theorie und Praxis des Snowboardens publiziert. Kim Kronester, Diplomsportlehrerin, unterrichtete für Ski- und Snowboardschulen in Deutschland und Österreich. Sie ist als Redakteurin für verschiedene Snowboardmagazine sowie im Marketing bei Wintersport- und Snowboardfirmen tätig.Kirsten Seeger, Sportlehrerin, hat umfangreiche Erfahrungen in der Konzeption und Organisation von Schulungsangeboten für kommerzielle Wintersportanbieter. Sie hat Wintersportangebote für Schülerinnen und Schüler entwickelt und erprobt.
Dieser Band dokumentiert drei Symposien der dvs-Kommission Leichtathletik: 1999 in Würzburg, 2000 in Düsseldorf und 2001 in Mainz. Hauptthema der 4. Tagung der Kommission in Würzburg 1999 war die Positionierung der Leichtathletik in der 1. und 2. Phase der Sportlehrerausbildung. Das Düsseldorfer Symposium (5. Tagung) im Jahr 2000 hatte die Kinderleichtathletik zum Gegenstand mit dem Thema „Von der Kinderleichtathletik zum leichtathletischen Grundlagentraining“. Die 6. Tagung der Kommission fand 2001 in der DLV-Trainerschule Mainz statt und thematisierte „Die Rolle der Sportart Leichtathletik im Schulsport Notwendigkeiten einer Kooperation von Fachverband und Hochschulen“. Die Beiträge dieses Bandes stellen eine Auswahl an Vorträgen dieser Symposien dar, die unter den inhaltlichen Leitlinien „Kinderleichtathletik Leichtathletisches Grundlagentraining“, „Leichtathletik und Schulsport“ und „Leichtathletik und Sportlehrerausbildung“ zusammengefasst wurden.
Fußballtrainer des höheren Leistungsbereichs sehen sich nachweislich vielfältigen Anforderungen ausgesetzt, die Stress verursachen können und bei längerfristig ineffektiver Verarbeitung u.U. zum Burnoutsyndrom führen. Die Dissertation (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2004) versucht theoretisch und empirisch abgestützte Vorschläge zu präsentieren, wie ein primärpräventiv orientiertes Trainingsmanual (Textbuch; Lehrbuch) gestaltet werden sollte, um dem Fußballtrainer selbstständig (also ohne begleitende, kontinuierliche Seminarbesuche) wirksame Burnout-Gegenstrategien zu vermitteln. Die Arbeit geht explizit von einer interdisziplinär-sozialwissenschaftlichen Perspektive aus und bedient sich Erkenntnissen aus Psychologie und Erziehungswissenschaft. Die ersten acht Kapitel entwerfen schrittweise ein ressourcenbezogenes Burnoutmodell für Fußballtrainer, mit dem die Burnoutentstehung erklärbar ist und das gleichzeitig als Interventionsgrundlage der Fundierung burnoutprotektiver Techniken gilt. Insofern wird neben der Anforderungsstruktur von Fußballtrainern (Kap. 1) inklusive ausgewählter Stresstheorien v.a. auf die Gesundheitsressourcen Stressbewältigung (Kap. 2), Erholung (Kap. 3) und Selbstwirksamkeitserwartung (Kap. 4) detailliert eingegangen. Sie werden hinsichtlich theoretischer Vorstellungen, diagnostischer Optionen und empirischer Resultate vorgestellt. Nach einem ausführlichen, kritischen Überblick zum Burnout-Syndrom (Kap. 5) wird schließlich das o.g. ressourcenbezogene Burnoutmodell in seinen Wechselbeziehungen eingehend erörtert (Kap. 6). Die folgenden Abhandlungen (Kap. 7) stellen die durchgeführten quantitativen und qualitativen Studien zu ausgewählten Aspekten zum Burnoutmodell dar. Besonders die Resultate der Interviewstudie mit Cheftrainern der Profiligen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (n=31) erbringen zentrale Aussagen, um letztlich auf Fußballtrainer abgestimmte Präventionsmethoden (Programmbausteine) vorzuschlagen (Kap. 8). Die Kapitel 9 bis 15 greifen v.a. andragogische Elemente auf, die im Lehr-Lern-Modell der Burnoutprävention bei Fußballtrainern für das selbstständige Erlernen entsprechender Präventionstechniken als relevant erachtet werden, d.h. die sowohl auf die Lernaktivitäten der Fußballtrainer als auch den didaktischen Umset-zungen im Manual einwirken. Das Kap. 9 geht auf das Lernen Erwachsener näher ein und setzt sich u.a. kritisch mit der oft (zu) pessimistischen Auffassung von Lern-Unmöglichkeiten im fortschreitenden Alter auseinander. Es wird dargelegt, dass Erwachsene bei Beachtung bestimmter Prämissen sehr wohl lernfähig sind. Im darauf folgenden Abschnitt wird das Textverstehen und -verarbeiten thematisiert, das auf Grund des Operierens mit gedruckten Worten im Manual besondere Relevanz erfährt. Auf instruktions- und kognitionspsychologische Befunde gestützt, lassen sich Empfehlungen für verständlichkeitsoptimierte Textgestaltung des Handbuchs ableiten (Kap. 10). Eine differenzierte Erörterung zum Konstrukt Selbstgesteuertes Lernen präsentiert Kapitel 11. Es wird argumentiert, dass völlige Selbststeuerung im Lernen der Fußballtrainer nicht erfolgsversprechend erscheint und stattdessen Elemente von Fremd- und Selbststeuerung zu kombinieren sind. Die Rolle von kybernetischer Pädagogik bzw. programmierter Instruktion wird diesbezüglich näher beleuchtet. Das Kapitel 12 zum Fertigkeitslernen verdeutlicht u.a. letztgenannte Forderung nach gezielten Instruktionsphasen, denen in vielen postulierten Theorien entscheidender Anteil am Lernerfolg zugesprochen wird. Sollen die Trainer wirkungsvolle Prävention betreiben, so müssen sie die gelernten Inhalte und Techniken tatsächlich in ihrem Traineralltag anwenden. Das Kapitel 13 geht aus kognitionspsychologischer und wissenssoziologisch-professionstheoretischer Perspektive der Frage nach, weshalb scheinbar hinreichend gelerntes und beherrschtes Wissen dennoch nicht im Praxisalltag genutzt wird. Beide Positionen lassen mehrere Schlussfolgerungen für Lehr-Lern-Prozesse zu, die für tatsächlich angewandte Burnoutprävention bei Fußballtrainern nutzbar sind. Inwiefern eine einmalig dem Selbstlernen mittels Trainingsmanual vorgeschaltete pädagogische Beratung rsp. Lernberatung lernerleichternd wirken kann, beschreibt Kapitel 14. Im vorletzten Abschnitt (Kap. 15) erfolgt eine Synthese der bisher beschriebenen Konzepte im Lehr-Lern-Modell der Burnoutprävention bei Fußballtrainern. Sie stellt theoretisch gestützt dar, welche Aneignungsaktivitäten der Fußballtrainer in bestimmten Lernphasen jeweils realisieren sollte und inwiefern diese im Manual zu unterstützen sind. Den Abschluss bilden eine Zusammenfassung zentraler Inhalte der Dissertation sowie eine kritische Diskussion.
Der Berichtsband vom 29. Hochschulsymposium des Deutschen Volleyball-Verbandes (8.-11. September 2003 in Leipzig) enthält 11 Beiträge, die sich auf die inhaltlichen Schwerpunkte "Training im Volleyball" (mit Beiträgen von Baumgärtner u.a., Engel & Schack, Nieber und Hömberg & Papageorgiou) und "Medien im Volleyball" (mit Beiträgen von Dochow, Meusel und Fröhner u.a.) sowie auf Varia (mit Beiträgen von Tilp, Zentgraf und Zoglowek) beziehen. Das breite, aber inhaltlich doch ausgerichtete Themenspektrum beinhaltet u.a. mentale Technikrepräsentationen, systematisches Koordinationstraining, den Einsatz von Videotechnologie, biomechanische Aspekte sowie die Sportlehrerausbildung.
Das Themenspektrum der Beiträge dieses Bandes ist sehr breit gestreut und umfasst neben historischen auch lern- und bewegungstheoretische sowie hochschuldidaktische Aspekte. Historische Betrachtungen zum Schneesport waren schon länger nicht mehr Gegenstand bei den Seminaren der "Arbeitsgemeinschaft Schneesport an Hochschulen" (ASH), wohingegen die Problematik des Bewegungslernens ebenso wie die Auseinandersetzung mit bewegungstheoretischen Ansätzen traditionell im Zentrum der wissenschaftlichen Diskussion bei der ASH stehen. Den Schwerpunkt des Bandes 15 bilden jedoch sportmedizinische und leistungsphysiologische Analysen und Studien. Der Bezug zum Schneesport ist dabei zum einen sehr eng, d.h., es werden konkrete Untersuchungen zu den Belastungsanforderungen im Schneesport vorgestellt, zum anderen eher indirekt, wenn es gilt, mit Hilfe von Simulationsmodellen energetische Aspekte im alpinen Rennsport zu erfassen oder neueste Theorien zum Phänomen Ermüdung auf den Schneesport zu übertragen. Letztere Beiträge zeigen, dass die ASH sehr wohl bemüht ist, sich auch überfachlich an der sportwissenschaftlichen Diskussion zu beteiligen und von ihr zu profitieren.
Der Berichtsband vom 18. Internationalen Triathlon-Symposium, das am 15. Juli 2003 in Leipzig stattfand, versammelt aktuelle sportwissenschaftliche und sportmedizinische Beiträge zu verschiedenen Themen rund um den Triathlon, der die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen kombiniert. So werden z.B. Ergebnisse der komplexen Leistungsdiagnostik im Triathlon (Berbalk & Neumann), der Einfluss des Radfahrens auf die Muskelaktivität und die Stützbelastung beim Lauf im Triathlon (Hottenrott) oder Analysen zur optimalen Rehydratation im Sport (Seebauer) vorgestellt. Die insgesamt neun Beiträge (weitere von Pfützner, Franz, Neumann, Moeller & Noack, Gohlitz, Marka) bieten den interessierten Lesern eine breite thematische Vielfalt rund um den populären Ausdauersport.
Eine Aufgabe der Jugendorganisationen im Sport ist es, ihre Angebote an gesellschaftlichen und sportlichen Trends auszurichten. Inline-Skating ist ein solcher Trend und findet immer mehr begeisterte Anhänger. Die Hamburger Sportjugend hat daher eine geeignete Organisationsform gesucht, die die Aufnahme dieses Trends in der Sportjugend bzw. im Angebot der ihr angeschlossenen Vereine ermöglichte. Aus dieser Intention heraus ist der "Tuesday Late Skate" entstanden. Seit der Premiere im Jahr 2000 hat sich so zusammen mit dem Kooperationspartner AOK und anderen Unterstützern sowie mit großem haupt- und ehrenamtlichen Engagement eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe entwickelt, bei der regelmäßig an jedem zweiten Dienstag Abend in den Sommermonaten tausende Skate-Begeisterte in der Hamburger City zusammen kommen, um "den Trend auf die Straße zu bringen". Die Skater erobern dabei für den Sport und die Freizeit verloren gegangene innerstädtische Räume zurück getreu dem Motto des Skate-Events "Die Stadt gehört dir ...".
Das Spektrum der Beiträge dieses Bandes behandelt Themen sehr unterschiedlicher Orientierung und Aktualität. Neben didaktisch und lerntheoretisch orientierten Aspekten zur Ausbildungspraxis, sind eine psychologische Fragestellung, ein forschungsmethodisches Thema sowie ein besonderer Schwerpunkt mit sechs Beiträgen zu biomechanischen bzw. medizinischen Untersuchungen aufgenommen. Sie bestätigen einerseits die o.a. Orientierung sportwissenschaftlicher Arbeit zum Thema Schneesport an den Hochschulen. Sie zeigen aber auch, dass traditionelle Fragestellungen in einer sich schnell ändernden "Schneesportwelt" immer wieder neu gestellt werden müssen, soll Unterricht und Ausbildung diesen Anforderungen genügen. Mit Beiträgen von Reinhard Thierer; Ingrid Bach; Ronald Burger, Friedemann Ott & Christian Schmidthüsen; Dieter Bubeck; Susanne Eggert; Frank Schiebl; Martin J. Gehrold; Yvonne Röder, Hans-Herbert Vater, Klaus-Uwe Vater, Hartmut Riehle & Herbert Haag; Hans-Herbert Vater, Paul E. Nowacki, Yvonne Röder, Mathias Mühlhäuser & Klaus-Uwe Vater; Hans-Herbert Vater & Mathias Mühlhäuser; Albert Gollhofer, Markus Gruber, Wilfried Alt & Heinz Lohrer; Gustav Schoder.
Die Beiträge dieses Bandes beleuchten eine Reihe wichtiger Bereiche des Schülerruderns. So geht es einerseits um Fragen und Ziele der Erziehung (auch im historischen Vergleich), um die Realität des Unterrichts und die Probleme in der Schulwirklichkeit sowie um die Einbindung des Rudersports in die aktuellen Lehrpläne. Andererseits wird auch die Frage diskutiert, ob Schülerrudern einen wesentlichen Beitrag zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung leisten kann. Die Mischung wissenschaftlicher Beiträge (u.a. von Walter Schröder, Helmut Lebert und Andreas Wilhelm) mit Berichten aus der Praxis des Schülerruderns machen diesen Band, der anlässlich des 120-jährigen Jubiläums des Rendsburger Primaner Ruder-Clubs von 1880 von Thomas Mittelstädt, Peter Müller und Klaus Willimczik zusammengestellt wurde, zu einer interessanten Sammlung traditioneller und innovativer Aspekte des Schülerruderns.
Der vorliegende Sammelband fasst die wichtigsten Beiträge der beiden letzten Internationalen Triathlon-Symposien zusammen: Auf dem 16. Symposium in Regensburg 2001 ging es zum einen um einen Rückblick auf die Premiere der Sportart Triathlon bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney, zum anderen aber auch um Prognosen, wie es mit dem Triathlonsport national und international in Zukunft weitergehen wird (Beiträge von Neumann & Volk; Lorenz, Schlitter & Jeschke; Marka; Witt, Neumann & Berbalk). Das 17. Symposium im Jahr 2002 fand in Bad Segeberg statt. Dort bot das Tagungsprogramm ein gelungene Mischung aus leistungsphysiologischen, trainingsmethodischen, psychologischen sowie vorwiegend praxisorientierten sportorthopädischen Vorträgen (Beiträge von Neumann & Kang Berbalk & Neumann; Ziemainz, Stoll, Küster & Adler; Bauer; Pfützner; Moeller; Breitenbach; Seebauer).
Gerade in schwierigen Zeiten, in denen der Tennissport sich zur Zeit befindet, sollte der Blick nach vorne gerichtet werden. Betrachtet man Krisen als Phasen beschleunigter Entwicklung, so bieten sie doch auch zahlreiche Chancen, Neues auszuprobieren, ausgetretene Pfade zu verlassen und auch einmal gegen den Mainstream zu denken und zu schwimmen. Daher standen auf der Tagung der dvs-Kommission Tennis im Oktober 2001 in Karlsruhe zukunfts- und anwendungsorientierte Themen im Blickpunkt der verschiedenen Beiträge, deren Bandbreite vom Freizeitsport bis hin zum Leistungssport reichte. Die ganze Lebensspanne wurde tangiert: vom Tennistalent bis hin zum Tennisspiel der Senioren wurden die verschiedensten Facetten der Sportart analysiert und diskutiert. Ein besonders intensiver Blick richtete sich neben neuen pädagogischen und trainingswissenschaftlichen Ansätzen des Tennistrainings auf die Weiterentwicklung der Tennisvereine und -verbände: Fragen der Mitgliedergewinnung und -bindung, die Verbesserung von Beratungssystemen im Sinne einer Weiterentwicklung der Organisation Tennisverein standen hierbei im Fokus. Mit Beiträgen von Klaus Bös & Wolfgang Schneider; Wolfgang Schöllhorn; Klaus Roth; Daniel Memmert; Petra Gieß-Stüber & Veronika Rücker; Norbert Fessler & Jörg Schorer; Ellen Freiberger; Walter Rapp, Rüdiger Schmidt-Wiethoff & Ernst Hierholzer; Ulrike Benko, Sebastian Hörl & Erich Müller; Alexander Woll; Hartmut Meis; Harro Hauselt & Hans-Jürgen Mergner; Nadja Schott; Peter Klippel; Michael Kreuzer.
Trendsportarten sind längst nicht mehr als Randerscheinung der gegenwärtigen Sport- und Bewegungskultur zu verstehen. Vielmehr halten sie in verschiedene Bereiche wie Leistungssport oder Schulsport Einzug. Dieser Entwicklung folgend wurde "Beach-Volleyball im Sportunterricht" konzipiert. Im Mittelpunkt des vorliegenden Bandes steht die Erarbeitung, praktische Umsetzung und Evaluation eines Unterrichtskonzeptes zur Vermittlung von Trendsportarten. In diesem Zusammenhang werden Trendsportarten als Phänomen der Moderne beschrieben, ihre Eigenschaften analysiert und der Entwicklungsverlauf von Trendsportarten dargestellt. Weiterhin wird untersucht, welche Rolle Trendsportarten in gängigen didaktischen Konzeptionen des Sportunterrichts spielen und ein "Trendsportartenkonzept" entwickelt. Die daraus folgende praktische Intervention wird am Beispiel der Trendsportart Beach-Volleyball dargestellt. Dabei handelt es sich um eine quasiexperimentelle Feldstudie, bei der die Wirksamkeit des Trendsportartenkonzeptes im Vergleich zum traditionellen Sportartenkonzept überprüft wurde. Die Ergebnisse werden sowohl hinsichtlich generell nachzuweisender Effekte als auch differentieller Wirkungsweisen diskutiert.
Zwischen dem olympischen Turnen und turnerischer Bewegungskunst spannt sich ein weites Feld auf. Aus der Perspektive methodischer und didaktischer Entwicklungen gesehen kristallisieren sich die Pole jenes weiten Feldes immer klarer heraus. Eine Spannung, die auch die Studierenden zunehmend stärker zu spüren bekommen. Denn wo es im Kunstturnen um das Trainieren an den olympischen Geräten geht, da dreht es sich hingegen in der turnerischen Bewegungskunst ebenso um alternative Turngelegenheiten. Wo im Kunstturnen Normen des Bewegens eine tragende Rolle spielen, spielen im alternativen Turnen die Bewegenden mit der Freiheit ihres Bewegens. So schwanken die Studierenden zwischen Tradieren und Reformieren in der Bewegungskultur des Turnens. Ohne mit dem vorliegenden Band nun eine bestimmte Haltung auferlegen zu wollen, sollen hier einige wesentliche Fragen jener Spannweite aufgezeigt werden. Der Band dokumentiert einige wesentliche Beiträge der ersten Tagung der dvs-Kommission Gerätturnen, die – organisiert von der Universität Münster – an der Landesturnschule Melle durchgeführt wurde. Dabei wird die Bewegungskultur Gerätturnen aus der Perspektive der Sportgeschichte, der Bewegungswissenschaft und der Sportpädagogik/-didaktik diskutiert. Weiterhin werden schulische Lehrplaninhalte, Prüfungsanforderungen und Konzepte der Turnausbildung an Hochschulen analysiert sowie zwei Projekte aus der Ausbildungspraxis vorgestellt.
Der Fußballsport hat sich zu einem kulturell und wirtschaftlich bedeutenden Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens entwickelt. Er ist wie der Sport insgesamt und seine Präsenz in der Öffentlichkeit ein Spiegelbild der Gesellschaft, das mit geprägt ist durch seine formellen und informellen Normen, seine Regeln und den Grad ihrer Akzeptanz. Die Entwicklung des Fußballsports ist jedoch verschiedenen Gefährdungen ausgesetzt, so z.B. durch eine fortschreitende Kommerzialisierung, durch zunehmende physische und psychische Belastungen und durch vielfältige Formen von Aggression. Die Darstellung und Analyse des vielschichtigen Phänomens von Aggression generell und speziell im Fußballsport sowie seine Strukturen und Bedingungen stehen in dem zweibändigen Werk "Aggression im Fußball" im Mittelpunkt.Auf der Grundlage umfangreicher empirischer Erhebungen erfolgt eine repräsentative Bestandsaufnahme zu Wettkampfeinstellungen, Normen und Werten im Leistungsfußball. Aus dieser lassen sich über den theoretischen Rahmen hinaus Orientierungshilfen für die Praxis ableiten. Während Band 1 (ISBN 978-3-88020-393-8) entsprechend der Schwerpunktsetzung "Gesellschaftliche Bedingungen, theoretische Grundlagen und Positionen in der Praxis" komplexe Erklärungen und detaillierte Beschreibungen von Aggression sowie praxisrelevante Handlungsziele beinhaltet, hat der Band 2 eine vorrangig empirische Ausrichtung entsprechend der Zielstellung auf "Sportartspezifische Begriffsbestimmung aggressiver Spielhandlungen und Einstellungen zu Regeln und Normen im Wettkampf".Aggression wird zunächst als Forschungsgegenstand der Sportwissenschaft behandelt, um dann aggressionsspezifische Untersuchungen im Fußballsport vorzustellen und zu erörtern. Anhand empirischer Untersuchungen werden Einstellungen im Leistungsfußball, vorrangig von Profis, Trainern und Schiedsrichtern hinsichtlich eines spielspezifisch regelkonformen, leistungsaktivierenden Umgangs mit Aggression gegenüber der destruktiven Aggression in Form von Fouls und Unsportlichkeit aufgezeigt. Im weiteren wird der Frage nach sozialisationsbedingten Einflüssen im Fußballsport im Zusammenhang mit Einstellungen zur Aggression und Leistung sowie zum Fair play nachgegangen, um den Trainern Anhaltspunkte für ihre Führungsaufgaben auf allen Ebenen des Leistungsfußballs zu geben.
Der Fußballsport hat sich zu einem kulturell und wirtschaftlich bedeutenden Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens entwickelt. Er ist wie der Sport insgesamt und seine Präsenz in der Öffentlichkeit ein Spiegelbild der Gesellschaft, das mit geprägt ist durch seine formellen und informellen Normen, seine Regeln und den Grad ihrer Akzeptanz. Die Entwicklung des Fußballsports ist jedoch verschiedenen Gefährdungen ausgesetzt, so z.B durch eine fortschreitende Kommerzialisierung, durch zunehmende physische und psychische Belastungen und durch vielfältige Formen von Aggression. Die Darstellung und Analyse des vielschichtigen Phänomens von Aggression generell und speziell im Fußballsport sowie seine Strukturen und Bedingungen stehen in dem zweibändigen Werk "Aggression im Fußball" im Mittelpunkt.Auf der Grundlage umfangreicher empirischer Erhebungen erfolgt eine repräsentative Bestandsaufnahme zu Wettkampfeinstellungen, Normen und Werten im Leistungsfußball. Aus dieser lassen sich über den theoretischen Rahmen hinaus Orientierungshilfen für die Praxis ableiten. Entsprechend der Schwerpunktsetzung "Gesellschaftliche Bedingungen, theoretische Grundlagen und Positionen in der Praxis" wird in Band 1 aufbauend auf einer ausführlichen Darstellung der traditionellen Aggressionstheorien sowie der kritischen Analyse ihrer Begründungszusammenhänge untersucht, inwieweit die verschiedenen Theorien einer empirischen Prüfung standhalten und welche Bedeutung sie für den Fußballsport haben. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Rückschlüsse ziehen für den Umgang mit Aggression, die Einordnung aggressiver Handlungen und pädagogisch-psychologische Interventionsmöglichkeiten, die für die Mannschaftsführung und die individuelle Einstellung zu leistungsbezogenem, fairem Wettkampfverhalten von Bedeutung sind. Der Band 2 (ISBN 978-3-88020-394-5) hat eine vorrangig empirische Ausrichtung entsprechend der Zielstellung auf: "Sportartspezifische Begriffsbestimmung aggressiver Spielhandlungen und Einstellungen zu Regeln und Normen im Wettkampf". Er bietet den Trainern weitere Informationsquellen zu den vielseitigen Aufgaben der Mannschaftsführung und für die Persönlichkeitsentwicklung der Spieler.
Das Basketballspiel blickt mittlerweile auf eine über 110-jährige Geschichte zurück. Entscheidend für seine Attraktivität ist dabei das hohe Spieltempo bei einer auch durch kontinuierliche Regelveränderungen immer wieder forcierten immensen Aktionsdichte. Die Vielfalt der im Rahmen des Wettkampfs zu treffenden Handlungsentscheidungen schlägt sich in einer Unmenge veröffentlichter "Meisterlehren" bzw. "Gebrauchstheorien" nieder, die sich in der Regel auf (persönliche) Praxiserfahrungen berufen. Diesen Empfehlungen mangelt es aber an objektivierten empirischen Grundlagen, was angesichts der langen Tradition der Spielbeobachtung im Basketball auf den ersten Blick verwundert. So gilt zwar das Sportspiel Basketball als vergleichsweise "akademisch" und "verwissenschaftlicht", bei genauerer Analyse ist aber nicht zu übersehen, dass bislang die Identifizierung taktischen Wettkampfverhaltens auch im Basketball eher stiefmütterlich behandelt wird. Mit der vorliegenden Systematischen Spielbeobachtung zum gruppentaktischen Entscheidungsverhalten innerhalb des Positionsangriffs gegen die Mann-Mann-Verteidigung soll ein Ausschnitt dieser offensichtlichen Lücke innerhalb der Basketball-Fachtheorie(en) geschlossen werden. 60 Begegnungen nationalen und internationalen Spitzenniveaus liefern die Datenbasis zur detaillierten Analyse der gruppentaktischen Handlungsentscheidungen, die das Bindeglied zwischen individuellem und mannschaftlichem Spielverhalten darstellen. Die vorliegende Spielanalyse legt damit die gruppentaktisch relevanten "strategischen Regeln" des nationalen und internationalen Basketballs der 90er Jahre offen, die eine Richtschnur für die niveauspezifische Ausbildung zukünftiger Spitzenspieler sein können.